
Die Atemgasanalyse, die im Rahmen jeder Stoffwechseluntersuchung durchgeführt werden kann, kann für Trainer von großem Nutzen sein. In vielen Fällen wird dieses Instrument jedoch nicht ausreichend genutzt.
To help shed light on the benefits of respiratory analysis in enhancing athletic performance, we interviewed Dr. Andrew Sellars, Co-Founder of VO2 Master, to learn about:
- Wie er Atemdaten nutzt, um Sportlern zu helfen, ihre Leistung zu verbessern
- His tips and advice for how coaches can leverage respiratory analysis from VO2 Master data.
Das hat er uns erzählt.
How have you used VO2 Master to help a real-world athlete?

Dr. Andrew Sellars: In working with a high-performance triathlete preparing for the Ironman World Championships, it was clear through VO2 Master analysis that one of the limitations to his run speed was a result of slow cadence.
Bei den Testfahrten auf der Rennstrecke konnten wir drei unterschiedliche Muster beobachten, als er sich dem Renntempo näherte.
Als Erstes fiel uns auf, dass seine Schrittfrequenz tatsächlich abnahm, als er versuchte, schneller zu laufen. Aufgrund dieser langsameren Schrittfrequenz war er gezwungen, seine Schrittlänge zu vergrößern, um seine Geschwindigkeit beizubehalten.
Dann stellten wir fest, dass er zu einem 2:2-Atemrhythmus gewechselt hatte. Das bedeutet, dass der Athlet bei zwei Fußaufsätzen einatmet und bei zwei Fußaufsätzen ausatmet.
Bei einer Trittfrequenz von 90 U/min entspräche dies einer Atemfrequenz von 45 Atemzügen pro Minute.
Bei den anschließenden Atemuntersuchungen stellten wir fest, dass er nicht in der Lage war, eine effiziente Atemfrequenz von mehr als 45 Atemzügen pro Minute aufrechtzuerhalten.
Wir interpretierten dies als eine Einschränkung, die dazu führte, dass er seine Schrittfrequenz verringerte, um die Kontrolle über seinen Atemrhythmus nicht zu verlieren.
Auf der Grundlage dieser Informationen haben wir zwei Schulungskonzepte ausgearbeitet.
Das erste Ziel bestand darin, seine Atmungseffizienz zu verbessern, damit er seine Atemfrequenz auf ein 3:3- oder 4:4-Muster senken konnte, was bei geringerer Atemfrequenz zu ähnlichen Minutenventilationsvolumina führen würde.
Das bedeutete, ihn darin zu trainieren, bei jedem Einatmen tiefere, kontrollierte Atemzüge zu machen und sich bei jedem Atemzyklus auf eine vollständige Ausatmung zu konzentrieren. Dieses Muster beseitigt einen Teil des Totraums im System und verbessert seine Ausdauer.
Der zweite Trainingsschwerpunkt lag auf der Verbesserung seiner Atemkoordination, damit er bei hochintensiven Intervalltrainings sowie bei kürzeren Wettkämpfen, die oft eine höhere Atemanstrengung erfordern, eine Atemfrequenz von 48 bis 50 Atemzügen pro Minute erreichen kann.
Dank der verbesserten Koordination seines Atmungssystems konnte er bei einer erhöhten Trittfrequenz von 92–96 U/min ein 2:2-Atmungsmuster anwenden.
What were you looking for in the metabolic test results with the VO2 Master?

In diesem Fall haben wir uns insbesondere die Atemmuster als wichtigen Indikator für Leistungsgrenzen angesehen.
We used the VO2 Master analyzer intermittently in subsequent training to examine whether he was able to maintain the breathing patterns we had suggested and trained throughout a long session.
Außerdem haben wir die Entwicklung der Effizienz im Zeitverlauf untersucht, während wir seine zu langen Schritte reduzierten und ihm zeigten, dass er durch eine Verkürzung seiner Schritte bei höherer Schrittfrequenz ein effizienteres Laufverhalten beibehalten kann.
Worauf sollten andere Trainer in ähnlichen Situationen achten?
Wenn Sie die Biomechanik eines Sportlers betrachten – sei es beim Laufen, Radfahren, Schwimmen oder einer anderen Sportart –, achten Sie besonders auf dessen Atemmuster.
Sie sollten diese Muster bei nachhaltigen Belastungen, Wettkampftempo und maximalen Anstrengungen beobachten und genau darauf achten, wie sich die Atmung der Läufer ändert, wenn sie diese Belastungsstufen erreichen oder kurz davor stehen.
Möglicherweise stellen Sie fest, dass eine bestimmte Atemdynamik zum Verlust der Technik beiträgt.
In diesem Zusammenhang ist das Zwerchfell ein wichtiger Stabilisator der Rumpfmuskulatur. Wenn ein Sportler ein unregelmäßiges Atemmuster aufweist, kann dies zu einer schlechten Rumpfstabilität beitragen und ist oft der ausschlaggebende Faktor für eine mangelhafte Technik.
Your aim with your athlete should not only be to achieve efficient breathing patterns but also to achieve consistent ones. Steady breathing rates and volumes can be clearly seen in the VO2 Master app.
Nehmen wir zum Beispiel Läufer.
In your VO2 Master data, you will likely find clear delineations between tempo running, jogging, and race-pace running, and there’s probably a breathing pattern that fits closely with each of those three intensities.
Bei geringer Intensität atmen Sportler oft im 4:4-Rhythmus – sie atmen vier Schritte lang ein und vier Schritte lang aus. Bei einer Schrittfrequenz von 88 rpm ergibt dies 22 Atemzüge pro Minute. Es ist üblich, dass Sportler im 4:4-Rhythmus zwischen 19 und 23 Atemzüge pro Minute machen, wobei der einzige Unterschied in der Atemfrequenz darin besteht, wie schnell sich ihre Füße bewegen.
Wenn sie dann etwas schneller werden, steigt die Atemfrequenz häufig auf 30 Atemzüge pro Minute. Dies geschieht manchmal im 3:3-Atemmuster, aber es kommt auch häufig vor, dass Menschen ein 4:2-Muster anwenden.
Wenn sie schließlich schnell laufen, wechseln sie in der Regel zu einer Atemfrequenz von etwa 45 Atemzügen pro Minute, da sie im 2:2-Rhythmus atmen.
Das Interessante daran ist, dass fast jeder beim Laufen in diesen Bereichen atmet, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität und unterschiedlichem Tempo.
Wenn sie also 20 bis 25 Atemzüge pro Minute machen, handelt es sich eindeutig um eine leichte Belastung. Bei 45 Atemzügen pro Minute ist es wahrscheinlich, dass sie sich ziemlich anstrengen. Manche Menschen erreichen dazwischen für einige Schritte ein Plateau, andere steigen direkt von 25 auf 45 an.
All das ist von Bedeutung, denn wenn ein Sportler nicht schneller als 45 Atemzüge pro Minute atmen kann, wird er niemals eine höhere Schrittfrequenz erreichen können, da er dadurch zu einem unregelmäßigen Atemrhythmus gezwungen wird.
Wenn Ihr Sportler also schneller laufen möchte, muss er Maßnahmen ergreifen, um schneller atmen zu können – und genau hier kommt Ihre Arbeit als Trainer ins Spiel.
How did you apply the data you obtained from the VO2 Master analysis?

We identified the issue in testing, took the VO2 Master out on the road, and examined how the athlete responded to various breathing interventions.
Anschließend haben wir dies in regelmäßigen Abständen im Rahmen langer Laufeinheiten vertieft, um die Botschaft zu festigen und sicherzustellen, dass er erfolgreich war.
So können Coaches dies bei ihren Klienten anwenden.
Use VO2 Master to see your athlete’s breathing patterns in real-time. Once they’ve reached 20 breaths per minute, slowly increase their intensity but keep that same breath rate. See how fast they can go while still maintaining it. Have them speed up until they lose control of their breathing pattern, take a break, and then try it again.
Die Geschwindigkeit, mit der sich ihr Atemmuster verändert, wird zu einer neuen „Schwelle“, und man kann Woche für Woche ihre Fortschritte beobachten.
Wie oft empfehlen Sie Ausdauersportlern, diese Tests durchzuführen?
Alle 6 Wochen.
The athlete we were training used VO2 Master two to three days per week for four weeks. By the end of that time, he had a good sense of his breathing patterns and could control his breathing effort at various running paces.
Don’t ignore the great information on respiratory dynamics that is available from VO2 Master. There is more to the device than just oxygen consumption.
Breathing pattern analysis is underutilized by a lot of coaches, but it’s incredibly valuable. VO2 Master gives you real-time feedback you can look at while they’re performing and offers you the opportunity to modify on the fly.




